Der Hockende

Diese Statue eines sitzenden Helden ist mit Sicherheit Bestandteil eines Votiv- und Heldengebäudes

Die Figur dürfte erhöht angebracht, und von farbigen Stelen umgeben gewesen sein.  Dieses Gebäude wurde zerstört und die Statue für den Bau der südseitigen Außenwand des Versammlungsraumes wiederverwendet. Denn sie wurde auch in diesen Fundamenten entdeckt. Sie stammt aus der prähellenischen Epoche. 

 

Légende : Guerrier accroupi / Fac-similé polychromé de l'accroupi- Prêt  du musée de Bibracte

 

„Die Statue hat keinen Kopf; in ihrem derzeitigen Zustand ist sie 80 cm hoch; die Figur sitzt mit überkreuzten Beinen in einer Buddha-Pose auf einem Sockel, dessen Kanten in einer Attika auslaufen. Unter dem Sockel ist ein Loch zum Verankern eingearbeitet.

Der Gott oder Held ist mit einer eng anliegenden Tunika bekleidet, die über dem Knie endet, jedoch vorne offen ist, und das Geschlecht zum Vorschein bringt; über seine Schultern hängt eine Art Chorhemd, das spitz ausgeschnitten über der Brust geschlossen ist, während es den Rücken mit einem dicken quadratischen Überwurf bedeckt; der Kragen ist offen und mit dem gallischen Halsreif geschmückt. Der linke Arm ist über dem Ellenbogen mit einem Armband geschmückt, der angewinkelte Unterarm fehlt, er legte die Hand auf einen verschwundenen Gegenstand (Kopf?), dessen Rest auf dem Knie zu erkennen ist; der rechte Arm ist am Ellenbogen abgetrennt.

Die gleichzeitige Verstümmelung dieser Skulpturen, die, egal ob Kapitelle oder Statuen, im selben Fundament wiederverwendet wurden, legt Zeugnis von der Entnahme dieser Gegenstände an einer gemeinsamen Quelle ab, die nur eine Ruine einer Baugruppe gewesen sein kann, deren kultische Rolle durch die Präsenz des Hockenden belegt ist; dieser charakterisiert mit den Pfeilern für die abgetrennten Köpfe, die zugleich mit den Statuen verwendet werden, die salischen Heiligtümer, deren Zerstörung, wie historisch bewiesen ist, auf Bestrafungen zurückgeht, die im Auftrag von Marseille durch die Römer 125-124 v. Chr. durchgeführt wurden“ Rolland Henri. Hellenische Skulpturen, die in Glanum entdeckt wurden. In: Berichte aus den Sitzungen der Akademie der Inschriften und Literatur, 122. Jahr, Nr.1, 1968

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